Passion und Ostern nach Lukas
Der Weg zum Kreuz und ins Leben

Passion und Ostern nach Lukas
Der Weg zum Kreuz und ins Leben

Auf dem Weg zum Kreuz wird Jesus von Freunden und Gegnern begleitet. Seine Person ist dabei immer verbunden mit den Menschen ringsum. Auch nach Ostern bleibt Jesus den Menschen zugewandt. Das ist sein Weg. Er geht ihnen nach und will sie mit hineinnehmen in seine Geschichte, die, weitergedacht, auch unsere Geschichte werden darf.

26.03.2023 (5. Sonntag der Passionszeit: Judika)
Lukas 19,28-40
Menschen jubeln an Jesu Weg

02.04.2023 (6. Sonntag der Passionszeit: Palmsonntag)
Lukas 23,13-25
Menschen urteilen über Jesu Weg

07.04.2023 (Karfreitag)
Lukas 23,26.27.32-49
Menschen durchkreuzen Jesu Weg

09./10.04.2023 (Ostern)
Lukas 24,1-12
Jesus verlässt menschliche Wege

16.04.2023 (1. Sonntag nach Ostern: Quasimodogeniti)
Lukas 24,13-35
Jesus begleitet menschliche Wege

23.04.2023 (2. Sonntag nach Ostern: Miserikordias Domini)
Lukas 24,36-49
Jesus weist Menschen den Weg

Die biblischen Texte

[evtl. Einleitendes zu allen Bibeltexten]

Jesus kommt Jerusalem näher. Durch das Stadttor reitet er hier noch nicht. Er schickt seine Jünger los, um einen jungen Esel zu holen. „Der Herr braucht ihn.“ sollen sie sagen, und gibt sich damit selbst einen Hoheitstitel. Die Jünger werden Jesus gleich als König bezeichnen. Sie helfen ihm auf das Reittier, breiten ihre Kleider auf den Weg und jubeln ihm zu. Weder die Palmzweige auf dem Weg noch den Einzug in die Stadt Jerusalem finden wir bei Lukas, obwohl uns beides vor Augen sein wird. Wie zu Weihnachten ist in bildlichen Darstellungen meist eine Komposition aus allen Evangelien entstanden. Lukas jedoch erzählt vom Jubel der Jünger, die Gott loben für alle Taten Jesu, die sie sehen durften. Und eben dieser Jubel erregt Anstoß und weist so schon auf die weitere Entwicklung der Geschichte hin.

Jesus ist gefangengenommen und steht zum zweiten Mal vor Pilatus. So wie es das römische Recht vorschreibt, muss bei einem laufenden Verfahren der Statthalter ein Urteil sprechen. Die Menschen, die Jesus jetzt umgeben, sind politische und religiöse Autoritäten. Sie haben seinen Weg gestoppt und urteilen nun über ihn. Das Volk hat die Seiten gewechselt und spricht sich jetzt gegen Jesus aus. Im ruhigen Auftreten des Pilatus klingt noch Einsicht mit, wenn er feststellt: „Er hat nichts getan, was den Tod verdient“. Doch er wird niedergeschrien. Der Vorwurf lautet, Jesus verführe das Volk, bringe es also vom rechten Weg ab. Dreimal versucht Pilatus, das Todesurteil zu verhindern. Dann gibt er auf. Auf Bitten des Volkes lässt er einen Mörder frei. Ob es üblich war, zum Passafest einen Gefangenen freizugeben, wird bei Lukas nicht erwähnt.

Auch den letzten Weg seines irdischen Lebens geht Jesus nicht unbeachtet. Simon von Kyrene trägt sein Kreuz, eine Volksmenge mit weinenden Frauen folgt ihm, die Soldaten und die Oberen verspotten ihn. Der Sohn Gottes bittet auch am Kreuz noch um Vergebung für seine Peiniger. Obwohl sein Weg durch menschliche Willkür beendet wurde, bleibt Jesus den Menschen zugewandt. Nach Lukas wird er zwischen zwei Übeltätern gekreuzigt. Mit dieser Bezeichnung macht der Evangelist im Vergleich zu Markus und Matthäus deutlich, dass Jesus nicht in Verbindung zu bringen ist mit Räubern, die auch aufständische Rebellen sein konnten. Jesus hat nicht rebelliert, sondern einen neuen Weg zu Gott gezeigt. Der Ausruf der Jünger, die ihn als König würdigten, findet sich als Anklageschrift über dem Kreuz wieder und wird wiederholt in der Bitte des Übeltäters: „Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Königreich kommst!“

Jesus hat die irdische Welt verlassen. Die Frauen, bei Lukas sind es mehr als drei, finden seinen Körper nicht im Grab. Sie machen sich keine Gedanken über die Öffnung des Grabes, wesentlich ist die Botschaft der Engel, die hier zu zweit sind. Ihre Worte machen die Dunkelheit der Trauer zunichte. Hell wie ein Blitz sind auch ihre Gewänder. Mit dem Ausdruck „der Lebendige“ geben sie Jesus einen neuen Titel: Der Gegensatz zum Tod könnte nicht größer sein. Den Frauen wird in Erinnerung gerufen, welche Worte sie von Jesus gehört haben. So wird der Zusammenhang deutlich: ohne den irdischen Jesus zu kennen, ist die Auferstehung nicht zu verstehen. Lukas lässt die Frauen dann auch selbst zu Wort kommen. Damit ihre Worte Gehör finden, müssen diese allerdings erst von Petrus, der auch zum Grab eilt, bestätigt sein.

Zwei Jünger, die nicht zur Gruppe der Zwölf gehörten, sind auf dem Weg nach Emmaus. Kleopas wird namentlich genannt, sein Begleiter könnte ein weiterer Mann aber auch eine Frau gewesen sein. Die genaue Lage von Emmaus ist bisher nicht nachweisbar. Nach der Längenangabe des Lukas ist mit ca. 11 km Entfernung von Jerusalem bzw. zwei Stunden Fußweg zu rechnen. Als der Auferstandene zu den Jüngern kommt und nicht erkannt wird, richtet er zuerst einige Fragen an sie. Ihre Antwort ist eine Kurzfassung des Evangeliums. Jesus unterweist sie daraufhin in den biblischen Schriften. Erkennen werden ihn die Jünger erst, als sie ihn einladen, und er das Brot bricht, wie beim Abendmahl. Dann entschwindet er. Die Jünger sind nach Emmaus gegangen und dabei auf dem Weg zu neuer Erkenntnis gekommen. Diesen inneren Weg gehen sie weiter, kehren zurück nach Jerusalem und erzählen den anderen, was sie erlebt und erkannt haben.

Als die elf Jünger, einige Frauen und noch andere zusammen sind, erscheint ihnen Jesus wie ein Bote Gottes. Und wie bei der Erscheinung eines Engels erschrecken sie. Doch Jesus beweist seine Identität mit dem Hinweis auf die Wundmale und nimmt ihnen die Furcht, indem er um etwas zu essen bittet. Nachdem er so erkennbar geworden ist, redet er – wie auf dem Weg nach Emmaus – von der Schrift. Sie bewahrheitet seine irdische Rede und weist außerdem auf die Zukunft hin. Das Evangelium wird bei allen Völkern verkündigt werden. Die anwesenden Jünger spricht er dafür als Zeugen an, die das Geschehene erlebt haben und der Wahrheit verpflichtet sind. Ihre Wege werden in Jerusalem beginnen, dann aber in alle Welt führen. Die Kraft dafür werden sie zu gegebener Zeit erhalten.

Entfaltung

Um den Weg Jesu deutlich zu machen, wird ein sechsteiliges Wandfries aus Stoff oder Papier vorbereitet, auf dem verschiedenfarbige Papierfüße zu sehen sind (s.u. wöchentliche Gottesdienste). Die einzelnen Bilder werden mit den Kindern betrachtet und jeweils kurz erzählt. Danach können die einzelnen Geschichten an sechs Stationen vertieft werden: Sprechblasen gestalten, Steine bemalen, Fußabdrücke ergänzen, biblische Geschichten raten, Auferstehungsbilder gestalten, Reisesäckchen basteln. (Anregungen s.u. in den wöchentlichen Gottesdiensten). Danach werden Spiele und Lieder mit viel Bewegung angeboten. Am Ende darf jedes Kind eine Osterüberraschung suchen, auf der das Engelwort steht: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“

Lukas 19,28-40

Jesus kommt Jerusalem näher. Durch das Stadttor reitet er hier noch nicht. Er schickt seine Jünger los, um einen jungen Esel zu holen. „Der Herr braucht ihn.“ sollen sie sagen, und gibt sich damit selbst einen Hoheitstitel. Die Jünger werden Jesus gleich als König bezeichnen. Sie helfen ihm auf das Reittier, breiten ihre Kleider auf den Weg und jubeln ihm zu. Weder die Palmzweige auf dem Weg noch den Einzug in die Stadt Jerusalem finden wir bei Lukas, obwohl uns beides vor Augen sein wird. Wie zu Weihnachten ist in bildlichen Darstellungen meist eine Komposition aus allen Evangelien entstanden. Lukas jedoch erzählt vom Jubel der Jünger, die Gott loben für alle Taten Jesu, die sie sehen durften. Und eben dieser Jubel erregt Anstoß und weist so schon auf die weitere Entwicklung der Geschichte hin.

Menschen jubeln an Jesu Weg

Die Geschichte wird erzählt und durch Fußspuren aus verschiedenfarbigem Papier auf dem ersten Teil eines Wandfrieses verdeutlicht: Jesus ist unterwegs, mit ihm die Jünger, evtl. hat auch der Esel „Füße“. Beim Jubel der Jünger wird die Erzählung unterbrochen und die Kinder werden gebeten, diesen Jubel zu konkretisieren: Was haben die Jünger mit Jesus erlebt? Was rufen sie? Die Ideen können auf Sprechblasen gemalt oder geschrieben werden. Mit einem Loblied, das auch getanzt werden kann, werden alle in die fröhliche Stimmung hineingenommen. Am Ende wird die Geschichte fortgesetzt mit dem Ärger der Pharisäer, die auch durch Fußabdrücke (in einer besonderen Farbe) dargestellt werden. So wird schon der Ausblick gegeben auf das, was kommt.

Lukas 23,13-25

Jesus ist gefangengenommen und steht zum zweiten Mal vor Pilatus. So wie es das römische Recht vorschreibt, muss bei einem laufenden Verfahren der Statthalter ein Urteil sprechen. Die Menschen, die Jesus jetzt umgeben, sind politische und religiöse Autoritäten. Sie haben seinen Weg gestoppt und urteilen nun über ihn. Das Volk hat die Seiten gewechselt und spricht sich jetzt gegen Jesus aus. Im ruhigen Auftreten des Pilatus klingt noch Einsicht mit, wenn er feststellt: „Er hat nichts getan, was den Tod verdient“. Doch er wird niedergeschrien. Der Vorwurf lautet, Jesus verführe das Volk, bringe es also vom rechten Weg ab. Dreimal versucht Pilatus, das Todesurteil zu verhindern. Dann gibt er auf. Auf Bitten des Volkes lässt er einen Mörder frei. Ob es üblich war, zum Passafest einen Gefangenen freizugeben, wird bei Lukas nicht erwähnt.

Menschen urteilen über Jesu Weg

Auf dem Wandfries sind auf einem zweiten Abschnitt Jesu Fußabdrücke zu sehen. Ringsum befinden sich Fußabdrücke in den Farben der Gegner. Die Kinder äußern sich: Was passiert hier? Dann wird die Geschichte erzählt. Dabei werden die Vorwürfe gegenüber Jesus bewusst konkretisiert: Heilung am Sabbat, Essen mit Sündern … Dabei kann auf die Sprechblasen vom vorigen Gottesdienst verwiesen werden: die Taten und das Reden Jesu werden verurteilt. Sein Weg wird versperrt. Anschließend wird erarbeitet, wo heute Steine in den Weg gelegt werden, weil Menschen anders sind als erwartet. Die Kinder können dazu auch Steine bemalen.

Lukas 23,26.27.32-49

Auch den letzten Weg seines irdischen Lebens geht Jesus nicht unbeachtet. Simon von Kyrene trägt sein Kreuz, eine Volksmenge mit weinenden Frauen folgt ihm, die Soldaten und die Oberen verspotten ihn. Der Sohn Gottes bittet auch am Kreuz noch um Vergebung für seine Peiniger. Obwohl sein Weg durch menschliche Willkür beendet wurde, bleibt Jesus den Menschen zugewandt. Nach Lukas wird er zwischen zwei Übeltätern gekreuzigt. Mit dieser Bezeichnung macht der Evangelist im Vergleich zu Markus und Matthäus deutlich, dass Jesus nicht in Verbindung zu bringen ist mit Räubern, die auch aufständische Rebellen sein konnten. Jesus hat nicht rebelliert, sondern einen neuen Weg zu Gott gezeigt. Der Ausruf der Jünger, die ihn als König würdigten, findet sich als Anklageschrift über dem Kreuz wieder und wird wiederholt in der Bitte des Übeltäters: „Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Königreich kommst!“

Menschen durchkreuzen Jesu Weg

Jesu Fußabdrücke werden zerrissen und dann auf einen dritten Teil des Frieses geklebt. Daneben steht ein Kreuz. Die Kinder äußern sich dazu. Dann werden in verschiedenen Farben die Papierfüße der Menschen aus der Erzählung befestigt. Die Geschichte wird erzählt. Bei jeder Interaktion – Weinen, Spotten, Bitten – wird ein beschrifteter heller oder dunkler Pfeil auf Jesu Füße hin oder von ihnen weg befestigt. Jesu Weg ist zu Ende, und doch wendet er sich Menschen zu. Die Kinder überlegen: Neben wem hätte ich gern gestanden? Warum? Je nach Alter der Kinder kann dies mit eigenen Fußabdrücken auch dargestellt werden.

Lukas 24,1-12

Jesus hat die irdische Welt verlassen. Die Frauen, bei Lukas sind es mehr als drei, finden seinen Körper nicht im Grab. Sie machen sich keine Gedanken über die Öffnung des Grabes, wesentlich ist die Botschaft der Engel, die hier zu zweit sind. Ihre Worte machen die Dunkelheit der Trauer zunichte. Hell wie ein Blitz sind auch ihre Gewänder. Mit dem Ausdruck „der Lebendige“ geben sie Jesus einen neuen Titel: Der Gegensatz zum Tod könnte nicht größer sein. Den Frauen wird in Erinnerung gerufen, welche Worte sie von Jesus gehört haben. So wird der Zusammenhang deutlich: ohne den irdischen Jesus zu kennen, ist die Auferstehung nicht zu verstehen. Lukas lässt die Frauen dann auch selbst zu Wort kommen. Damit ihre Worte Gehör finden, müssen diese allerdings erst von Petrus, der auch zum Grab eilt, bestätigt sein.

Jesus verlässt menschliche Wege

Die Geschichte wird den Kindern mit den Füßen der Frauen und den (glänzenden) Fußabdrücken der Engel erzählt. Auch das offene Grab ist auf dem Wandfries dargestellt. Die Frage der Engel: „Was sucht ihr den Lebenden“ dürfen die Kinder wörtlich nehmen und die Jesusfüße suchen. Sie haben dieselbe Farbe wie bisher, sind aber von goldenem Papier umrahmt. Auch sie werden am Fries befestigt. Dann werden die Worte der Engel aufgenommen: „Gedenkt daran“ – erinnert euch! Wer ist dieser Jesus? In einem Ratespiel werden biblische Geschichten und Begriffe erinnert. Je nach Gruppe können dazu Pantomime, Schnellzeichnen oder Umschreibungen verwendet werden. Am Ende darf jedes Kind eine Osterüberraschung für sich selbst suchen.

Lukas 24,13-35

Zwei Jünger, die nicht zur Gruppe der Zwölf gehörten, sind auf dem Weg nach Emmaus. Kleopas wird namentlich genannt, sein Begleiter könnte ein weiterer Mann aber auch eine Frau gewesen sein. Die genaue Lage von Emmaus ist bisher nicht nachweisbar. Nach der Längenangabe des Lukas ist mit ca. 11 km Entfernung von Jerusalem bzw. zwei Stunden Fußweg zu rechnen. Als der Auferstandene zu den Jüngern kommt und nicht erkannt wird, richtet er zuerst einige Fragen an sie. Ihre Antwort ist eine Kurzfassung des Evangeliums. Jesus unterweist sie daraufhin in den biblischen Schriften. Erkennen werden ihn die Jünger erst, als sie ihn einladen, und er das Brot bricht, wie beim Abendmahl. Dann entschwindet er. Die Jünger sind nach Emmaus gegangen und dabei auf dem Weg zu neuer Erkenntnis gekommen. Diesen inneren Weg gehen sie weiter, kehren zurück nach Jerusalem und erzählen den anderen, was sie erlebt und erkannt haben.

Jesus begleitet menschliche Wege

Die Geschichte wird mit den Fußabdrücken der Jünger und den wieder goldumrahmten Füßen Jesu erzählt. An der entsprechenden Stelle wird Brot miteinander geteilt. Die den Jüngern neu geschenkte Hoffnung wird durch ein Hüpfspiel körperlich erfahren (Das Wort „hoffen“ ist mit „hüpfen“ verwandt). Anschließend gestalten die Kinder mit verschiedenen Materialien auf Papier eigene Hoffnungen. Bei der Erarbeitung sollte auch die Auferstehungshoffnung ins Gespräch gebracht werden. Aus den einzelnen Blättern wird ein Hoffnungsbuch gebunden, das auch der Gemeinde vorgestellt werden kann.

Lukas 24,36-49

Als die elf Jünger, einige Frauen und noch andere zusammen sind, erscheint ihnen Jesus wie ein Bote Gottes. Und wie bei der Erscheinung eines Engels erschrecken sie. Doch Jesus beweist seine Identität mit dem Hinweis auf die Wundmale und nimmt ihnen die Furcht, indem er um etwas zu essen bittet. Nachdem er so erkennbar geworden ist, redet er – wie auf dem Weg nach Emmaus – von der Schrift. Sie bewahrheitet seine irdische Rede und weist außerdem auf die Zukunft hin. Das Evangelium wird bei allen Völkern verkündigt werden. Die anwesenden Jünger spricht er dafür als Zeugen an, die das Geschehene erlebt haben und der Wahrheit verpflichtet sind. Ihre Wege werden in Jerusalem beginnen, dann aber in alle Welt führen. Die Kraft dafür werden sie zu gegebener Zeit erhalten.

Jesus weist Menschen den Weg

Auf dem Fries sind Jesu goldumrahmte Fußabdrücke in der Mitte zu sehen, ringsum die Füße der Jünger und Frauen. Was ist passiert? Ist alles wie vorher? Die Geschichte wird erzählt. Das Evangelium wird sich mit Hilfe der Jünger ausbreiten. Die Kinder nennen Länder, die sie schon selbst besucht haben oder die ihnen einfallen. Sie werden aufgeschrieben und mit Abstand einzeln rings um die Füße befestigt. Zu jedem Land führt symbolisch von Jesu Füßen ein goldener Faden. Auf diesen Fäden sind die Füße der Jünger unterwegs. Auch die Kinder sind eingeladen, das Evangelium zu erzählen. Sie basteln sich ein Reisesäckchen mit Ostergeschichte, Kreuz und Süßigkeit zur Stärkung. Es wird mit einem goldenen Faden zusammengebunden.


Hintergrundinformationen

Glaubens- und Lebenswelten von Kindern begegnen

In den Familien wird Ostern vor allem als Frühlingsfest gefeiert. Im Vordergrund stehen freie Tage, Osterhase und Osterei. Die meisten Kinder, die Ostern in den Gottesdienst (mit)kommen, werden etwas davon wissen, warum Ostern gefeiert wird. Umso wichtiger ist es, auch die Kinder im Blick zu haben, denen Passionsgeschichte und Ostern fern liegen. Wenn die Passions- und Ostergeschichte anschaulich erzählt wird, lassen sich Kinder gern darauf ein. Sie können Jubel, Traurigkeit und wieder neuen Jubel nachempfinden. Damit die Auferstehung nicht nur als fernes Ereignis verstanden wird, wird die Freude darüber, dass Jesus lebt, in Zusammenhang gebracht mit der Freude, die in den heutigen Bräuchen zu Ostern steckt. So wird spürbar, dass die Osterfreude tiefer geht als die Freude über bunte Frühlingsblumen. Sie kann uns unser Leben lang begleiten.

Entscheidungen auf dem Weg zu den Gottesdiensten

Im Lukasevangelium spielt das Motiv des Weges eine wichtige Rolle. Dies soll auch im Kindergottesdienst sichtbar werden durch die Gestaltung eines Wandfrieses. Damit wird die chronologische Abfolge der Ereignisse betont und der Zusammenhang deutlich gemacht zwischen der Leidensgeschichte Jesu, seiner Auferstehung und der Begegnung mit den Jüngern. Inhaltlich wird es wichtig sein, in den Kindergottesdiensten die Stimme der Kinder zu Gehör zu bringen. Oft werden Trauer und Leiden beiseitegeschoben. Kinder haben nur wenige Möglichkeiten, über ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen zu reflektieren. Die Auferstehungshoffnung spielt im alltäglichen Leben keine Rolle mehr. In der Passions- und Ostergeschichte können Kinder entdecken, dass der Weg Jesu über das Leiden und die Auferstehung führt. Er ist fest mit den damaligen Menschen verbunden, aber geht auch weiter in die heutige Zeit und hat für unser Leben Relevanz.

Weiterführendes

Vernetzung

Ein längerer Kindergottesdienst mit Wandfries und Stationsarbeit kann gut zu einem Gemeindetag ausgebaut werden. Nach einem gemeinsamen Anfang wird gegessen. Auch ein Abendmahl oder ein Agapemahl können gefeiert werden. Während die Kinder an den Stationen beschäftigt sind, bleiben die Erwachsenen an den Tischen. Zu fröhlichen Kreistänzen sind alle eingeladen, ebenso zum gemeinsamen Abschluss.

Lieder

Er lebt (Feiert Jesus Kids 172)
Ich danke dir, Herr Jesus (A sante sana Jesu) (Feiert Jesus Kids Liederbuch: Holzgerlingen: SCM Hänssler Musik 2018 Nr. 170, JMT 66)
Wo einer dem andern neu vertraut (Osterspuren) (EG_W 551,1-6, KuS 134)

Praxishilfen

Kinderbücher:
Empfehlenswerte Kinderliteratur mit Gestaltungshinweisen findet sich im Eliport-Themenheft auf Seite 28.

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